Förderung & Einspeisevergütung für Photovoltaik: Was gibt es 2026?
Einen großen direkten Bundeszuschuss gibt es 2026 für private Dach-Photovoltaik meist nicht mehr - die Förderung besteht aus drei Bausteinen: 0 % Umsatzsteuer beim Kauf (Anlagen bis 30 kWp inkl. Speicher), 20 Jahre EEG-Einspeisevergütung (Richtwert rund 8 ct/kWh, Stand 07/2026) und zinsgünstigem KfW-Kredit. Dazu kommt Steuerfreiheit im Betrieb bis 30 kWp. Einen pauschalen Landeszuschuss gibt es in Rheinland-Pfalz aktuell nicht.
0 % Umsatzsteuer - der größte Sofortvorteil
Seit dem 1. Januar 2023 gilt für Kauf und Installation von Photovoltaikanlagen bis 30 kWp auf bzw. an Wohngebäuden - inklusive Stromspeicher - der Umsatzsteuersatz von 0 %. Das ist faktisch die wichtigste aktuelle Förderung.
Beispiel: Eine Anlage, die früher 20.000 € netto plus 3.800 € Mehrwertsteuer (23.800 €) gekostet hätte, kostet heute 20.000 € - rund 3.800 € sofort gespart.
20 Jahre Einspeisevergütung (EEG)
Für Strom, den Sie ins Netz einspeisen, zahlt der Netzbetreiber die gesetzliche EEG-Vergütung - der Satz wird bei Inbetriebnahme festgeschrieben und 20 Jahre garantiert gezahlt. Als Richtwert liegt die Teileinspeisung für kleine Anlagen bei rund 8 ct/kWh (Stand 07/2026).
Beispiel: Eine 10-kWp-Anlage speist etwa 5.000 kWh im Jahr ein → rund 400 € pro Jahr, über 20 Jahre grob 8.000 €. Die Vergütung ändert sich regelmäßig - prüfen Sie den aktuellen Satz vor dem Kauf.
Steuerfrei im Betrieb (bis 30 kWp)
Für kleine Anlagen bis 30 kWp fällt in der Regel keine Einkommensteuer auf die Erträge an, und die steuerliche Behandlung ist stark vereinfacht. Das senkt den Verwaltungsaufwand erheblich. Für Ihre persönliche Situation fragen Sie bitte Ihren Steuerberater - dies ist keine Steuerberatung.
Zinsgünstiger KfW-Kredit (270)
Über den KfW-Kredit 270 lassen sich Photovoltaik, Batteriespeicher sowie Planung und Installation zinsgünstig finanzieren. Die konkreten Konditionen laufen über Ihre Hausbank. Für Eigentümer mit mehreren Objekten ist das liquiditätsseitig oft interessanter als der Barkauf.
Rheinland-Pfalz & Mayen: gibt es einen Zuschuss?
Ehrliche Antwort: Ein pauschaler Landeszuschuss, der jedem Hausbesitzer feste Tausende Euro für eine Dach-PV auszahlt, besteht in Rheinland-Pfalz aktuell nicht. Einzelne Städte und Kreise legen zeitweise Programme für Speicher oder Balkonkraftwerke auf. Für Mayen ist derzeit kein dauerhaftes großes PV-Zuschussprogramm bekannt - das kann sich jährlich ändern, daher lohnt der Blick auf aktuelle kommunale Programme.
Ausblick 2027 - jetzt sichert die Konditionen
Für 2027 werden Kürzungen der Förderung neuer kleiner PV-Anlagen diskutiert; endgültig beschlossen ist das noch nicht (Stand 07/2026). Wer seine Anlage 2026 in Betrieb nimmt, sichert sich das bestehende System mit 20 Jahren fester Vergütung.
Pflicht: Anmeldung im Marktstammdatenregister
Jede Anlage muss beim Netzbetreiber angemeldet und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden - sonst gibt es keine Vergütung. Ein guter Fachbetrieb übernimmt das für Sie.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?
Muss ich meine PV-Anlage anmelden?
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Angaben als Richtwerte, Stand 07/2026. Keine Finanz- oder Steuerberatung.